Samstag, 19. November 2022

Weben / Mustertuch

 Da hatte ich mal wieder nicht damit gerechnet, dass man um zu weben , möglichst rechnen 

können sollte.


( Der Engel war auch ratlos)


Tja es gibt immer wieder so Sachen, mit denen man nicht rechnet.

Letztendlich waren meine Rechenkünste trotzdem ausreichend, 

um mit Schadensbegrenzung durchzukommen,

 und  alle Vorbereitungen um ein Musterbuch zu weben, nicht umsonst waren.





Die Inspiration dazu  ( Mustertuch ) bekam ich wieder von einer Profiweberin,

 die unglaublich viel Wissen in ihrem Blog preisgibt.

Herzlichen Dank.

Hier

Machen muss man es letztendlich selber , aber wenn man es wirklich will,

 schafft man das auch.

Das werden mir alle schöpferisch, tätigen Mitleser bestätigen können.









Dieses Mustertuch wird aus Baumwolle gewebt in 

einem freundlichen Mittelgrau ,

 dazu Leinenweiß,

etwas Grün und Rot.

Gewebt wird mit einem 70 er Blatt, das bedeutet 7 Fäden pro cm. Insgesamt 348 Fäden,

die dann eine Breite von 49 cm ergeben.






Durch den Einzug der Kettfäden und die gleiche Abfolge der Farben

 im Schuss und die grünen / roten

Trennlinien ergeben sich 49 verschiedene Muster.

Wir reden hier von Farbverflechtungen. 

Das hatte ich vor längere Zeit schon einmal versucht.




Einmal hatte ich beim Schären der Kette falsch angeknotet und Schwups, 

war es ein Faden zu viel.



Nun das Übliche :

Kette über den Rietkamm auf den Kettbaum wickeln.

Dieses mal habe ich es mit abenteuerlichen Methoden alleine geschafft.

Nun durch die Litzen fädeln und dann durch das Blatt.

Dort hatte sich wieder eine kleine Schikane eingeschlichen - 

Falscher Faden , falscher Schlitz  oder so ähnlich. 





😓

Dumm nur, dass ich das sehr spät, nach verzweifelter Suche beheben konnte.

Augen zu und durch.


( Mit Taschenlampe, denn das Wohnzimmerlicht taucht nix )



Sachen gibts...

Nun die Kettfäden am Warenbaum anknüpfen , 

Kruscht einweben - damit sich die Fäden schön ausrichten

 und dann los weben.

Gleichzeitig mit dem Garn hatte ich mir zum ersten mal Web Schiffchen bestellt.

Vorher hatte ich noch nie mit solchen gearbeitet.

Ach - es geht ganz wunderbar.



Zum Aufwickeln der Spulen gibt es auch ein Gerät. aber das ist mir erstmal zu teuer.

Findige Weberinnen und das sind meistens auch handwerklich, schlaue Füchse , wickeln mit

Hilfe eines Akkuschraubers die Spulen.

Das probiere ich nicht aus ! Lieber dauert es ein wenig länger

 - alles mit den zwei Händen , geht auch.




Nun könnte ich nach 49 cm fertig sein. 

Das ergäbe dann ein Tüchlein im Quadrat , eventuell eine Serviette....

Aber ich weiß, die würde ich dann auch nicht verwende ( Siehe Handtücher ). 

So werde ich die 3 Meter Kette abweben . Ein gutes Stück Stoff eben.

Was daraus werden kann weiß ich auch noch nicht - 

WIE IMMER








Donnerstag, 3. November 2022

Tauschhandel

 In schlechten Zeiten war es üblich, Dinge die man hatte gegen die zu tauschen,

 die man brauchte.

Im besten Fall waren beide Handelspartner mit dem Deal zufrieden.



Heute  tauscht man Sachen , 

die nicht lebensnotwendig sind. Man tauscht, weil 

Begehrlichkeiten da sind und zum Glück sind diese sehr unterschiedlich.

Was für den Einen keinen besonderen Wert mehr hat , ist für den Anderen erstrebenswert.




Die Beobachtungen auf Flohmärkten zeigen, dass Waren feilgeboten werden, 

die andere rausgeschmissen haben . Man hat sich der Sorgen entledigt,

 die ein überfüllter Schrank, Keller,

Dachboden , mit sich brachten. ( Entsorgt ) 

Da sage ich Zum Glück !!! 

Komischer weise waren alle Möbelstücke , Kleidungsstücke, 

auch Fahrzeuge von ganz anderem Wert, 

als neu Gekauftes.

Es steckte Geschichte und Leben dahinter. 

Außerdem war das Material von hoher Gebrauchsgüte.

Unkaputtbar.




Durch zahlreiche Umzüge, die wir immer ohne Spedition bewerkstelligten, galt es -

sich zu beschränken auf ein Minimum.

Außerdem verlangt jede andere Wohnung seinen eigenen Stil.

Ja und - " Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne "

Um manches hab ich länger getrauert , 

aber weg ist weg und wenn das französische Küchenbuffet

mit Freude den Besitzer gewechselt hat und man durfte sich ein wenig kennenlernen -

also kein anonymer Warenaustausch, - dann ist man auch versöhnt.

Am Wochenende haben wir Ähnliches erlebt.

Ein Sessel wechselte den Besitzer. Jetzt steht er bei uns.

Und , es gibt sie noch, die freundlichen, hilfsbereiten Menschen.

Unser Auto war zu klein, für den Transport und zum Glück war die Entfernung nicht groß .

Der Sesselbesitzer hängte seinen Anhänger an sein Auto 

und lieferte das gute Stück bis in die

Wohnung !!! 

Wieder ein Gespräch am Rande , - Was es doch für interessante Menschen gibt !!!

Jawoll !




Nun noch mal zum Tauschen, wäre es nicht viel schöner,

 wenn wir wieder Tauschgeschäfte

aktivieren würden.

Es gibt immer etwas, was einer hat und was der Andere mit seiner Ware begleichen kann.

Selbst wenn es um Sachen geht, die man verkauft, - 

man lässt sich auf einen Handel ein und 

 dabei sollte jeder seinen " Schnitt " machen.

Nur wenn man sich ausgenutzt fühlt , dann ist es kein guter Deal.

Zum Schluss fällt mir ein :

Bloggen ist auch ein Tauschgeschäft. 

Man bekommt auf bequeme Art und Weise Schönes , Wissenswertes , Besonderes 

frei Haus .