Donnerstag, 21. Januar 2021

Vorlieben

Das mache ich mit Links .





Wer jetzt erwartet, dass ich darüber schreibe, was man landläufig darunter versteht, 

den muss ich enttäuschen.

Eigentlich ein dummer Spruch und meistens auch  ein wenig sarkastisch, gelegentlich überheblich formuliert.




Das Nachdenken darüber, bringt mich gerade vom Eigentlichen ab.

Mir ging vor dem Schreiben durch den Kopf, dass alles was man so von sich gibt, geschrieben oder gesagt, zwei Wahrheiten ( inclusive Empfindungen ) hat, die Eigene und die des Empfängers. 

Es kann nichts Allgemeingültiges sein, man schreibt es für sich, wer es wie liest und interpretiert, ist wieder etwas anderes.






Nehmen wir mal den einfachen Satz,

ES SCHNEIT .


Der erste Schnee seit langem wird begrüßt. Wir freuen uns , als wäre uns ein Wunder begegnet.

Alles ist sanft überzuckert, leise rieselt es..., wir lieben die Stille, die Reinheit und Frische.





ES SCHNEIT

Ende April, - und kein Ende in Sicht. Es rieselt, schon wieder ! Keine Stille, kein Wunder.

Ja, - kein Wunder, denn wir haben es satt und wollen so gern 

GRÜN 





( Natürlich gibt es auch Menschen, die nicht ins Grüne wollen im April, sondern den Schnee im Hochgebirge suchen ).

Sooo verschieden ist es.




Grünes Garn




Das Garn hatte ich Sonntags fertig gesponnen. Eigentlich hatte ich mir  dafür nicht genügend

Zeit gelassen, wollte aber baldmöglichst das Ergebnis im verzwirnten Zustand sehen. Am Dienstag drauf wollte ich einen Kuchen backen, denn irgendwie muss man doch zurück ins Leben, Der Mann schälte die Äpfel. Ich griff in den laufenden Mixer...

Weiter möchte ich es nicht beschreiben.



Wenn ich also sage, dass mache ich mit links, dann ist das auch so gemeint.


Meine " Lieblingskörperhälfte " ist die linke Seite.

Ohne die rechte Seite, die ich auch gebrauche, könnte ich den Unterschied ja gar nicht benennen.

Ich hatte das große Glück, ja Glück ! das mir meine Oma mit viel Geduld, das Links- schreiben abgewöhnte.

So hatte ich zwei Hände, die für unterschiedliche Dinge zu gebrauchen waren.

( So schreibe ich beispielsweise rechts und zeichne links. Früher konnte ich beim Fensterstreichen wunderbar abwechseln und es landete kaum Farbe auf dem Glas und so schnell ermüdeten dann auch die Hände nicht ).


Allerdings ist die Lieblingskörperhälfte durch eine seit 40 Jahre dauernde Rheumatoide Arthritis - also durch Rheuma, ziemlich gebeutelt worden.

Große Gelenke wurden ausgetauscht , kleinere versteift und operiert.


Durch handwerkliches Tun , wenn dass wieder möglich war, nach OP an Händen,

fand ich meine " Mitte" immer wieder .

Körper, Geist und Seele kamen wieder in Einklang.





Egal ob Rheuma, Krebsleiden oder andere Erkrankungen, wir müssen damit fertig werden !

Wer will beurteilen, was schwer oder leicht ist.

Das steht niemandem zu. 






So sah ich nach dem Unfall mit dem Mixer

meine Felle wegschwimmen ! 

Der Fortschritt was das vor 8 Wochen operierte, versteifte Sprunggelenk betrifft

war für mich nicht mehr zu erkennen, denn jetzt war klar, 

mit den Händen geht auch nicht mehr viel und das kann dauern !


Ich möchte bald die Kurve kriegen !

( an die Decke starren bringt auch nichts )

So sollte ich machen, was machbar ist und nicht über die Kräfte gehen. Es macht unglücklich, wenn man die Ziele zu hoch und unerreichbar setzt.

Niemand außer ich, treibt mich an und dass sich getrieben fühlen ist ein Verhaltensmuster, das unbedingt geändert werden muss.

Zeichen bekommt man wirklich genug, nur zu dumm, sie zu ignorieren !


Gebrochene Knochen , gebrochene Herzen, gebrochenes Vertrauen,


alles woran wir leiden, bedarf des Gesund werden. 

Vermutlich wird das eine lang gezogene Kurve, bevor es wieder gerade aus geht.

Hoffe darauf , dass es keine über Gebühr Endlosschleife wird.





Der Daumen nörgelt massiv, weil gebrochen und wenn die Wellen sanfter verlaufen,

denke ich ans Weben, dass müsste doch irgendwann machbar sein .


Hier geht es zum Samstagsplausch

Freitag, 8. Januar 2021

Wohlbefinden

 Kann man Wohlbefinden erst nach Missempfindungen  spüren ,

und wann setzt Wohlbefinden ein ?




Nun könnte man einiges ins Feld führen und ganz sicher unterscheidet es sich ganz individuell.

Es ist also relativ...

Gut Schlafen können, gut essen können, es warm haben können, schmerzfrei/ schmerzarm sein können, Sonne haben zu können und Wasser.

Genug Platz, genug Raum, genug Abstand, genug Nähe.

Beim Schreiben merke ich, es geht nicht um viel , um sich wohlzufühlen, sondern um genug.




Natürlich ist eine ständiger Zustand des Wohlbefindens nicht realistisch . Das würde bedeuten, eine bestimmtes Level ewig zu halten. 

In einer blitzsauberen, gut klimatisierten Wohnung zu sitzen, in der die Sofakissen in Reih und Glied mit Knick aufgestellt sind und das Deckchen diagonal , blütenweiß und gestärkt auf dem Beistelltischchen unter der gefüllten Obstschale liegt , - dabei eine gespenstige Stille herrscht, dass man das Ticken der Uhr hört,

all das, könnte bei mir nur Missempfindungen auslösen und dort, könnte ich nicht sein.




Komischer weise fühle ich mich am wohlsten, wenn ich Leben spüre. 

Ja, Ordnung liebe ich auch und genieße sie. Allerdings kann ich aber in kürzester Zeit Chaos hinterlassen, wenn ich plötzlich eine Idee habe, die ich umsetzen möchte.

Meistens ist das was Handwerkliches. Wer Hand - Werkt , weiß wovon ich rede.




Gerade ist mein Aktionsradius auf die Wohnung beschränkt. Aber immerhin kann ich eigenhändig Kaffee kochen, auch ein Süppchen 

UUUND ! mit dem rechten Fuß SPINNEN !


Zugegebenermaßen, - es ist anstrengend vom Rollstuhl aus ( darf den linken Fuß noch nicht belasten ), aber wenn meine Hände nichts machen können, bekomme ich es im 

Kopf !!!

Hab ein wenig in der Wolle gekramt und GRÜN gefunden.

( Farbe egal, - Hauptsache grün ).


💚






" Fraktales Spinnen " probiere ich gerad aus. Beim Verzwirnen werde ich sehen, ob es was wird.





Ansonsten spinne ich lieber ohne viel zu berechnen.



( hier Navajo verzwirnt also dreifach, damit der Farbverlauf erhalten bleibt )


Heute auch gern wieder bei Andrea.

Mittwoch, 30. Dezember 2020

Schnee von gestern

Der Schnee von gestern

 ist hier schon wieder weggetaut.


So ist auch das vergangene Jahr bald Schnee von gestern.

Da möchte ich gern eine lange Pause machen und tief ausatmen, - so recht will sich aber keine Entspannung einstellen.




"Wir haben die Pflicht zur Zuversicht"

( Immanuel Kant )

Das gelingt nicht immer.

 

So möchte ich euch mitnehmen auf eine Bilderreise .

Alles Schnee von gestern, aber in den Bergen gibt es ja schon neuen .






Schneedecke

" Ich wüsste gern, ob der Schnee die Bäume und die Felder liebt,

wo er sie doch so zärtlich küsst " 

Lewis Carro






Was bin ich froh, dass  dieses Jahr nicht geböllert wird !


 Alle guten Wünsche und lieben Dank fürs Vorbeischauen.




Gern zu Andrea weitergeleitet 


Mittwoch, 23. Dezember 2020

blau und weiß

5 Wochen

hatte ich Zeit, aus fremden Fenstern zu schauen.


Oft bot sich mir ein Himmelsblick - blau / weiß.




Blau

steht auch für Beständigkeit, Zufriedenheit, Harmonie.




Weiß

verbindet man mit Unschuld, Licht , Erleuchtung, Hygiene und Sauberkeit





In diesen reichlich fünf Wochen wechselten Sonne, Wolken, Nebel , - 

Tag und Nacht.







Stichpunktartig schrieb ich in den Tagen folgendes auf und möchte es nicht in endlos lange Sätze fassen.


Fürsorge , - " machen lassen " , annehmen, abwarten, zulassen, wahrnehmen,

( Verband, Schmerzkatheter, Infusionen )

Betten gemacht kriegen, frische Laken, frische Luft, Kaffee ans Bett, Fahrdienst,

abwechslungsreiches Essen, immer Salat, Obst und Nachspeise !

Blick in die Berge !

Beständige Pflegekräfte, ausgleichend.




Dünnhäutigkeit, statt Dankbarkeit Ungeduld, Missmut


Ich denke, dass jeder von uns weiß, es braucht keine extremen Situationen um derartige Gefühlsschwankungen zu erleben.


Auch dieses Jahr hätte ich den Christbaum genau so " angeputzt ",

wie in den Jahren zuvor. Üppig mit schönem Glanz .

Da mag ich keine Änderung, - er steht ja nicht so lange !







Alles Liebe und Gute !

Samstag, 19. Dezember 2020

Festlich

Kommt singt und klingt, kommt pfeift und trombt !


Hoffentlich gelingt uns das.



Ein Geschenk , von einer Nachbarin, " damals " leibhaftig übergeben -

 das soll dieses Jahr ganz anders werden ?


Ich singe gern in der Kirche, gerne auch laut ! 

Aber zur Weihnachtszeit, bekomme ich kaum einen Ton raus.

Wenn zum Schluss " Oh du fröhliche ... " angestimmt wird, geht gar nichts mehr.

Statt froh zu sein, fließen Tränen - nicht zu erklären, eine Mischung von Vielem.





Ruhig, still und leise wünschen wir uns die Weihnachtstage .





( eine sehr interessante Filztechnik, bei der Schrift oder Grafiken auf gefilzt werden )




( oder mit einem Motivstempel )








(Filztechnik von Corinna Nitschmann, von mir individuell umgesetzt ).


Und weil es auch so schön festlich ausschaut,

hier noch ein 

" Nostalgietäschchen "




Florentiner Spitze auf  Bergschafwolle gefilzt, mit Silber - und Leinengarn

bestickt und Perlen aufgenäht.

Mit Perlen am Bügel befestigt und ein Kettchen angebracht.

 Es wurde ein Geschenk zum 80 . Geburtstag und wird mit viel Freude

BENUTZT ! 

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Wenn es dann wieder richtig Winter wird, hilft nur 

warm anziehen !


Gesponnenes Lockengarn




Kappe " Polarstern " 




Einen schönen vierten Advent für alle !




Gern verlinkt zu Andrea

Samstag, 12. Dezember 2020

vom Weben

 und anderen schönen Dingen .


Leider ist die Vorweihnachtszeit und Weihnachten sowieso, oft überfrachtet mit einem 

ZUVIEL 

Erwartungshaltung , selbst auferlegte Maßstäbe, Zeitdruck und der Wunsch nach Gemütlichkeit, schließen sich letztendlich aus.




Bewundernswert, wer das Notwendige vom Unnötigen

 trennen kann !

Oft sind improvisierte Feste die , die uns lange in Erinnerung bleiben.

( ich wurde einmal an Heiligabend aus dem Krankenhaus entlassen - wir aßen Erbsensuppe aus der Dose - schön aus weißen Porzellantellern, - es war ein Gedicht !!! ) 



( Freiberger Porzellan über 40 Jahre alt )


Sterne filzen und ins Fenster hängen




( einen Stern aus Pfeifenputzerdraht herstellen, 

diesen dünn in Wolle einpacken und anfilzen, Bouclegarn auffilzen )







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Und nun vom Weben

Da setze ich einfach dort an, wo ich beim 

Kleinen Italiener 

aufgehört habe.


Der große Vorteil, die Kettfäden sind viel schneller aufgezogen und es kann losgehen.

Für alle, die ein Projekt im Kopf haben und möglichst zügig damit anfangen wollen,

ideal !

 Es muss nicht zwangsläufig ein Schal werden.

Der Kreativität sind wieder einmal keine Grenzen gesetzt.





Oft nehme ich Reste von Wolle, denn ich möchte ungern neue Wolle verwenden, da ich anfangs nicht weiß, ob es gelingt.

( Schadensbegrenzung sozusagen )

Habe Glück gehabt, - klein und fein !

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Ganz anders - gewebt im Saori Stil .

Unterschiedliche Farben, Garnstärken und Muster - wie es gefällt !



Aus lauter Spaß an der Freude hab ich noch Löckchen eingewebt.

( stelle mir vor, dass daraus eine Winterkappe werden könnte )

<3




Wie schon gesagt, man möchte immer noch mehr ausprobieren, es hat Suchtpotential.






Mein Schalständer ist dieser Flohmarktschatz !




Wenn ihr neugierig geworden seid - wendet euch gern an meine Freundin.

Webmeisterin  ( klick)

Dort erfahrt ihr viel mehr ! ( Werbung ohne Auftrag gern und mit viel Freude ).


Zur aktuellen Situation sind der Worte schon viele gesagt.



Gern verlinkt heute zum Samstagsplausch mit 

Andrea