Donnerstag, 3. November 2022

Tauschhandel

 In schlechten Zeiten war es üblich, Dinge die man hatte gegen die zu tauschen,

 die man brauchte.

Im besten Fall waren beide Handelspartner mit dem Deal zufrieden.



Heute  tauscht man Sachen , 

die nicht lebensnotwendig sind. Man tauscht, weil 

Begehrlichkeiten da sind und zum Glück sind diese sehr unterschiedlich.

Was für den Einen keinen besonderen Wert mehr hat , ist für den Anderen erstrebenswert.




Die Beobachtungen auf Flohmärkten zeigen, dass Waren feilgeboten werden, 

die andere rausgeschmissen haben . Man hat sich der Sorgen entledigt,

 die ein überfüllter Schrank, Keller,

Dachboden , mit sich brachten. ( Entsorgt ) 

Da sage ich Zum Glück !!! 

Komischer weise waren alle Möbelstücke , Kleidungsstücke, 

auch Fahrzeuge von ganz anderem Wert, 

als neu Gekauftes.

Es steckte Geschichte und Leben dahinter. 

Außerdem war das Material von hoher Gebrauchsgüte.

Unkaputtbar.




Durch zahlreiche Umzüge, die wir immer ohne Spedition bewerkstelligten, galt es -

sich zu beschränken auf ein Minimum.

Außerdem verlangt jede andere Wohnung seinen eigenen Stil.

Ja und - " Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne "

Um manches hab ich länger getrauert , 

aber weg ist weg und wenn das französische Küchenbuffet

mit Freude den Besitzer gewechselt hat und man durfte sich ein wenig kennenlernen -

also kein anonymer Warenaustausch, - dann ist man auch versöhnt.

Am Wochenende haben wir Ähnliches erlebt.

Ein Sessel wechselte den Besitzer. Jetzt steht er bei uns.

Und , es gibt sie noch, die freundlichen, hilfsbereiten Menschen.

Unser Auto war zu klein, für den Transport und zum Glück war die Entfernung nicht groß .

Der Sesselbesitzer hängte seinen Anhänger an sein Auto 

und lieferte das gute Stück bis in die

Wohnung !!! 

Wieder ein Gespräch am Rande , - Was es doch für interessante Menschen gibt !!!

Jawoll !




Nun noch mal zum Tauschen, wäre es nicht viel schöner,

 wenn wir wieder Tauschgeschäfte

aktivieren würden.

Es gibt immer etwas, was einer hat und was der Andere mit seiner Ware begleichen kann.

Selbst wenn es um Sachen geht, die man verkauft, - 

man lässt sich auf einen Handel ein und 

 dabei sollte jeder seinen " Schnitt " machen.

Nur wenn man sich ausgenutzt fühlt , dann ist es kein guter Deal.

Zum Schluss fällt mir ein :

Bloggen ist auch ein Tauschgeschäft. 

Man bekommt auf bequeme Art und Weise Schönes , Wissenswertes , Besonderes 

frei Haus .




Samstag, 22. Oktober 2022

Ein gefilzter Muff

 Ein  Muff  - gefilzt - beidseitig tragbar


So kam wieder eins zum Anderen.

Und am Ende hatte ich mich wiedermal - ausgetobt !



Ein rechteckiges Fellchen ( Rohwolle auf Bergschaf gefilzt ) 

wartete schon ein Weilchen auf seine Verwendung.

Oben zusammengenäht wäre es auch schon ein Muff geworden.

Aber dann dachte ich, ein

paar Zutaten könnten nicht schaden.



So kam ein Inlett aus gefilzter grauer Merinowolle dazu, mit innen eingefilzter Tasche.

Die wollte ich unbedingt innen rot haben, so wie die innere Taschenklappe.









Konnte mir vorstellen, dass es schön aussieht, wenn es ein wenig hervorblitzt das Rot.

Rote Henkel waren mir dann doch des Guten zu viel.

Nun nähte ich provisorisch eins  aufs andere.

Bei den  Henkel sollten die Farben wiederkehren, ohne Plan.

Beim hin und her Wenden, stellte ich fest, 

dass das Innen ebenso schön war , wie das Außen.

Also gut ; 

Somit bestickte ich das Innere sparsam und nähte die Henkel mit Leinengarn straff an.

Die Fläche des  Außendeckels  " schrie " auch nach ein wenig  Stickerei. 





Mit Leinengarn zu sticken ist was ganz Wunderbares. ( Haptik )

Die Hornknöpfe nähte ich mit einem Steg an innenliegenden kleinen Knöpfen an.




Wenn man also seine Hände innen am Fellchen wärmen will, 

( nachdem man auf der Bahnhofstreppe mit klammen Fingerchen,

 Schneeglöckchen Sträußchen verkauft hat ) , wird man trotzdem den Knopf fühlen.







Ach so, zwischen Felchen und Innenfutter gibt es auch noch eine Tasche - so fürs Kleingeld

und Dokumente , sollte man sich ausweisen müssen ( auf der Bahnhofstreppe ).




Kleine Ergänzung zum besseren Verständnis der Größenverhältnisse.


25cm breit 17cm hoch


25cm breit 28 hoch




In meiner Heimat nennt man die " Pulswärmer "  - oder Stulpen genannt ,

Müffeln , was so viel heißt wie kleiner Muff....

und die waren meistens aus Schafwolle gestrickt, sonst nützen sie ja nüscht !



gefilztes Windlicht


Wer mit den Schneeglöckchen und der Bahnhofstreppe nichts anfangen kann , 

der guckt mal 

bei :

hier








Samstag, 8. Oktober 2022

Weben ohne Webstuhl

Wer schon immer mal weben wollte, die Anschaffung eines Webrahmens 

oder gar Webstuhles gescheut hat, oder es auf " später " verschoben hat, 

dem möchte ich sagen :

Braucht es alles nicht, - es geht auch ohne.



Angekündigt hatte ich es schon.     Hier.

Diese Tasche hatte ich 2015  schon mal auf meinem Wordpress Blog gezeigt.

Ich webte einen Sonntag lang , weil ich gerade " nüscht" zu tun hatte.

😊

Idee / Design / Umsetzung flutschen gut und ich war von Anfang an

mit Feuereifer bei der Sache.

😊

Die Form aus Pappkarton kann natürlich individualisiert werde. 

Nehmt was Stabiles, denn durch den Gebrauch kann die Pappe doch lummelich werden.

Verwenden kann man alle möglichen Wollreste.


( hier von Hand gesponnene Wolle )



Die Kettfäden ( die längs nach unten gehen ) sollten stabil sein .

Es eignet sich Leinengarn ( Paketschnur , Sisal )

Im Übrigen könnte die ganze Tasche auch mit Sisal gewebt werden.

Diese wird sehr schön und stabil und braucht kein Futter.

Ein Beispiel kann ich nicht mehr zeigen,  habe sie verschenkt.


( dieses Leinengarn kam mir mal auf einem Flohmarkt zwischen die Finger)




 ( wir weben ringsherum )

Wenn ihr bei Eurem Projekt  mehr von den Kettfäden sehen wollt, 

muss man die Abstände für diese enger wählen.

Besonders schön kann das aussehen, wenn man Farbverlaufsgarn verwendet.









Zum Verständnis, denn die Frage wurde das letzte mal gestellt,

Der Boden wird automatisch zu gewebt , oben sollten aber die 

Kettfäden wieder zurück geführt werden , - damit eine Öffnung entstehen kann.

Siehe Skizze 



Da mein Gewebe einige freie Flächen hat, nähte ich ein Leinenfutter ein,

mit kleinem Seitenfach.




Die Schnur ist aus Leinengarn geflochten und um den Korpus herum angenäht.






Mein farbiges Garn

Dazu gibt es auch eine Geschichte.

Bei einer Blogfreundin bestellte ich Sari Seidenfasern.



 Als das Päckchen ankam war ich sehr enttäuscht.

Es sah aus wie Zusammengekehrtes .




Nach der ersten Spinn Probe - Oh Wunder !

Verzwirnt habe ich mit einem silbernen Pailletten Garn.


( hier ohne Glitzer )



Glitzergarn- Bespiel , finde gerade das Original mit 
Sari Seide nicht.







So verbinden sich in dieser Tasche Grobes und Feines in allerbester Manier.

Sollte euch der Beitrag gefallen haben , - ein Kommentar würde mich freuen.















Donnerstag, 29. September 2022

Ein Rock

 Der Rock lag im Sommer als Tischdecke auf dem Gartentisch.

In der Regel liegen bei mir die Röcke nicht auf dem Gartentisch....

Um präziser zu werden ;  Der Stoff für diesen Rock lag auf dem Gartentisch.



Als ich die Decke gewaschen hatte, entfaltete der Stoff seine eigentliche Struktur 

und ich befand - viel zu schade für draußen.



Mittlerweile , denn die Sonne schien monatelang , war die Oberseite 

ziemlich verblichen. 

Ich wollte verschossen schreiben aber mittlerweile schrecke ich 

schon beim Schreiben des Wortes davor zurück.


Ziemlich im Freestyle  schnitt ich den Stoff zu.

Steckte ab und heftete und probierte gar nicht erst an.

Zum Schluss wurde er ein wenig zu weit. Ein paar Abnäher hier und da und die

endgültige Passform war wieder hergestellt.

Gefunden hatte ich Spitze, die für den Saum vorgesehen war. Leider war die eine Hälfte

möglicherweise schon mal für was anderes vorgesehen, denn ich hatte sie überfärbt.

🙈

In Salzwasser bekam ich das meiste wieder heraus.

Erst wollte ich die Spitze unter die Webkante nähen, damit es nicht so verspielt aussieht.

Ein Hilferuf Richtung Bahnwärterin brachte mich wieder auf den rechten Weg.

Ich nähte oben drauf.



Mehr zufällig , - weil der Rock ziemlich lang geworden war ,

 legte ich spielerisch eine Falte über einen Teil der Spitze.

Nun gefiel es mir gleich viel besser.



Ebenfalls gefunden habe ich einen gewebten Gurt, 

der einmal an einer Tasche befestigt war. Schnalle inclusive.

So lasse ich es. 

Fertsch !!!





hier mit meiner Lieblings Trachtenjacke


Den Chiffonunterrock habe ich in den vergangenen kühleren Tage

gern unter einem anderen Rock getragen, er macht sich aber auch unter dem neuen 

" Altrosa " gut . 

Altrosa ist eine tolle Farbe für alte Frauen .




Ach so, ich habe noch einen Rest vom Stoff ( ungewaschen ) , 

wenn ich den in irgendeiner Kiste finde, werden noch Taschen aufgenäht.

Taschen sind wichtig, denn ich gehe oft ohne Hand - oder Umhängetasche aus dem Haus,

erst recht nicht mit Rucksack .



😏


Gekauft hatte ich die Leinen/ Viskosemischung in einem Rutsch mit einem Kleiderstoff.

Das Kleid ist längst genäht und wird gern von mir getragen .